No. 25

Die Geschichte des ganz kleinen Eisbären ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Nicht nur die neuen Erkenntnisse zu Lebensraum und Lebensgewohnheiten des Ursus maritimus minimus geben Anstoß zum Umdenken, sondern auch die vermehrte Interaktion mit der menschlichen Spezies wirft ein völlig neues Licht auf die wundersamen Kälteliebenden.

Auch die Enzyklopädie der Wissenschaft weiß: „Die kleinsten Tiere leben auf Spitzbergen und die größten in der Nähe der Beringstraße.“ In dieser Beschreibung fehlt zwar ein „h“, nichtsdestotrotz steckt ein großes Körnchen, quasi ein Steinchen, Wahrheit in jenem Satz. Ein besonders pussierliches Wesen aus der Gattung der Ursidae weilt zu dem Zeitpunkt des Verfassens dieser Abhandlung in ebendieser Straße, relativ weit oben über NN. Was diese Druckverhältnisse für den kleinen Eisbären für Auswirkungen haben, wird noch untersucht, bis jetzt sind keine Anzeichen von Unwohlsein festzustellen. Die Freude, einer doch sehr beengten gelben Kapsel aus Isoprenderivaten zu entkommen, war jedoch unbeschreiblich, wie der Eisbär schon Minuten nach Befreeiung Prof. Dr. di. no. Lisbeth van Grün mitteilte. Die professionellen Kommunikationsversuche stießen jedoch gerade seitens Tischgedeck Altrosa auf Befremden, dem soll nun hiermit Aufklärung geleistet werden.

Um eine möglichst naturgerechte Haltung zu gewährleisten, befindet sich der ganz kleine Eisbär im Forschungslabor von Prof. Dr. di. no. Lisbeth van Grün, in dem die ambitionierte Forscherin auch nächtigt. Dort ist es aufgrund von noch ungeklärten nächtlichen Wärmeschüben relativ kühl, was dem ganz kleinen Eisbär entgegenkommt. Solange kein neuer Lebensraum in Sicht ist, etwa ein Quarkkuchen mit Streuseln, was ein Optimum an Natürlichkeit und Nachahmung des Habitats böte, wird der Ursus maritimus minimus in Obhut des Forscherteams bleiben. Die Chancen stehen gut.

Und á propos gute Chancen: Aufgrund von zahlreichen aktuellen Ereignissen, die täglich über die Bewohner des kleinen, grünen Pearodieplaneten einprasseln – ein Hoch auf uns!

Lisbeth.

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2 Gedanken zu “No. 25

  1. Follower No. 001 schreibt:

    Nachdem ich gerade heute zum wiederholten Male begann schwer an der Wissenschaft zu zweifeln – Es gibt eine Forschungsgesellschaft zur Erforschung der Fettsucht (!!!) http://www.obesity.org/ – gibt mir doch dieser Bericht aus dem wunderbaren Forschungsfeld der Mikro-Ursidae die Hoffnung weiter Anteil am Fortgang der Menschheit zu haben.

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